Italians know «how to spend it»
Wir freuen uns sehr über die Veröffentlichung eines ganzseitigen Artikels über Cabinet in der Februar-Ausgabe der Luxusbeilage «How to spend it» (HTSI) der italienischen «Financial Times»... Lisa Corva hat einen sehr schönen und kompletten Text über unsere Ideen geschrieben, den wir hier darum gerne teilen.

Unter den Bögen einer ehemaligen Eisenbahnbrücke aus dem späten 19. Jahrhundert, die renoviert wurde und heute Geschäfte und Bistros beherbergt, befindet sich heute ein Viertel namens «Im Viadukt», eines der lebhaftesten in Zürich: Hier befindet sich Cabinet Zürich, eine Boutique für Mode und schöne Dinge, die vor genau zehn Jahren von Nina und Jeroen van Rooijen eröffnet wurde. «Wir haben uns nie besonders für die bekanntesten Modehäuser interessiert, sondern eher für Nischenmarken, die etwas Besonderes sind, und dieser Tradition werden wir auch treu bleiben.» Im Laufe der Jahre haben wir unter anderem Strickwaren von Roberto Collina aus Italien, Girls of Dust aus Antwerpen (Jeans, Chinos und Freizeitkleidung ab 270 Euro), Cordera aus Spanien, Modern Weaving aus den USA und by-bar aus den Niederlanden (Hosen und Hemden ab 150 Euro).
«Im Frühjahr werden wir auch Lilia Litkovska aus der Ukraine und Vladimir Karaleev aus Berlin hinzufügen: Wir finden, dass auch sie sehr "handmade and heartfelt" sind, also handwerklich und aufrichtig, was unser Motto ist». Im Laden gibt es auch Schmuck. «Wie bei den Modemarken suchen wir nach Stücken, die Charakter, Einzigartigkeit und einen unverwechselbaren Stil haben. Derzeit richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf De Parel van Karel mit seinen zarten Ohrringen aus Barockperlen.»

Sowie das Duo Tweek aus den Niederlanden: Es handelt sich um die Zwillinge Roos und Geertje Eek, Töchter des berühmten Designers Piet Hein Eek. Wir haben beispielsweise ihr Armband Gray Pat ausgewählt, das sich der Form des Handgelenks anpasst (170 Euro). Und schliesslich Charlotte Wooning aus Rotterdam. Täusche ich mich, oder ist auch Ihr Nachname niederländisch? «Ja, meine Eltern, van Rooijen, kamen in den 1960er Jahren in die Schweiz», erzählt Jeroen. «Ich bin hier aufgewachsen und habe Nina kennengelernt, weil wir beide Modedesign in Zürich studiert haben.» – «Wir sind seit 1986 zusammen: eine halbe Ewigkeit! Vor zehn Jahren sind wir dann fast zufällig in den Einzelhandel eingestiegen. Wir wollten mit einigen befreundeten Designern einen Pop-up-Store für drei Monate eröffnen: Das hat länger gedauert als geplant. Wir sind sehr zufrieden, denn das Viadukt in Zürich mit seinen 53 Bögen – wir befinden uns unter Bogen 23 – ist eine angenehme, sehr lebenswerte Gegend.»
Cabinet betreibt auch einen Vintage-Laden. «Der befindet sich jedoch an einer anderen Adresse, der Josefstrasse 144, in einem benachbarten Viertel, und macht mittlerweile ein Drittel unseres gesamten Umsatzes aus». Nur hochwertige Marken: Wir prüfen, bewerten und überarbeiten alles. Manchmal erhalten wir auch Kleidung mit unserem Label: Etwas zweimal zu verkaufen ist ein besonderes Vergnügen.

Die eigene Marke umfasst saisonunabhängige Kleidung: ein schickes, fliessendes Kleid in Einheitsgrösse. «Wir setzen auf einen ausgesprochen entspannten Stil: Die Kleidungsstücke sind grosszügig geschnitten, bequem, oft ohne spezifische Grössen, Geschlechts- oder Saisonunterschiede. Alles ist weit, elegant und fliessend –Eigenschaften, die von unseren Kunden sehr geschätzt werden. Alles wird in unserem hauseigenen Atelier entwickelt und dann von kleinen Handwerksbetrieben in der Schweiz hergestellt.»
Abgesehen vom Viadukt, ein Ort in der Stadt, der Ihnen besonders am Herzen liegt? «Das Café und Bistro des Landesmuseums, dem Schweizerischen Nationalmuseum, das direkt gegenüber dem Hauptbahnhof liegt: Es ist geräumig und gleichzeitig gemütlich, das Publikum ist wirklich international und es ist ein Vergnügen, den ständigen Strom von Menschen jeden Alters zu beobachten, die dort vorbeikommen.»
